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Basel II
IAS39 Profitabilität Basel II Op Risk Credit Risk Market Risk ALM
Basel II
Kapital Modellierung
PD/LGD/EAD Schätzmodelle
Stresstests
Management-Information
Technologie
Auditierbarkeit

Kapital Modellierung

Die korrekte Berechnung der regulatorischen Kapitalanforderungen ist eine Grundvoraussetzung und somit Standardfunktionalität jeder Basel II-Lösung. Neben der kapitaloptimierten Allokation von Deckungen und Garantien sollen eine Vielzahl von Funktionalitäten zur erweiterten Analyse der Kapitalbedürfnisse beitragen:

  • Verschiedene regulatorische Ansätze: Die parallele Berechnung unter verschiedenen Ansätzen (Standard, IRB) erlauben eine direkte Vergleichsmöglichkeit der Resultate. Dies ermöglicht auch zu einem späteren Zeitpunkt sehr einfach die Auswirkungen einer Migration auf einen sophistizierteren Ansatz abzuschätzen und bei Bedarf mit minimalem Aufwand zu migrieren.
  • Ökonomisches Kapital: Die Kapitalberechnung nach ökonomischen Kriterien besitzt eine stetig steigende Bedeutung. Dazu stehen verschiedene Modelle (wie z.B. Credit Risk+) zur Verfügung. Modelle werden jeweils auf individuelle Bedürfnisse angepasst oder entsprechend neu aufgesetzt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Kapitalanforderungen nach regulatorischen als auch ökonomischen Grundsätzen in demselben Modell zu vergleichen.

PD/LGD/EAD Schätzmodelle

Für IRB-Banken (Internal Ratings Based) sind Faktor-Schätzmodelle für Ausfallwahrscheinlichkeiten (PD) (nur Foundation-IRB und Advanced IRB) sowie die Verlustquote (LGD) und die Höhe der Forderung (EAD) (EAD nur Advanced Approach) zentrale Bedürfnisse eines Basel II Projekts. Die bereits bestehenden Modelle werden für jede Bank den individuellen Bedürfnissen angepasst.

Die Integration von Faktormodellen und Kapitalberechnung in ein und dieselbe Plattform eröffnet im Rahmen der Plausibilisierung vielseitige Möglichkeiten, lässt sich doch die Entstehung der Kapitalanforderung in einer einzigen Lösung bis auf die Einflussfaktoren der Faktormodelle zurückverfolgen.

Stresstests

Der Auswertung von Stressszenarien wird unter den neuen Eigenkapitalvorschriften grosse Bedeutung beigemessen. Da keine exakt definierten Szenarien verlangt werden, ist Flexibilität ein entscheidendes Kriterium. Somit kann eine Plattform, welche neben vordefinierten Szenarien ein einfaches Aufsetzen von individuellen Szenarien auf beliebigen Einflussgrössen (Ausfallwahrscheinlichkeiten, Verlustquoten etc.). ermöglicht, dienlich sein. Dabei sind auch Einflussfaktoren der Faktormodelle einem Stressszenario zu unterziehen. So lässt sich zum Beispiel anhand eines simulierten Zerfalls von Immobilienpreisen in der Region „Südanflugschneise“ der Effekt auf den Kapitalbedarf des Hypothekarportfolios analysieren.

Management-Information

Basel II bietet - nebst regulatorischen Anforderungen - auch die Chance, das interne Risikomanagement zu aktualisieren und zu professionalisieren. Zentraler Punkt dabei ist eine Resultatanalyse, die über die Betrachtung der regulatorischen Kapitalanforderungen hinausgeht.

  • Weitere Dimensionen: Das Standardmodell enthält bereits Dimensionen wie z.B. Region, Produkthierarchie, Organisationsstruktur, Industriegruppe, welche zur eigentlichen Kapitalberechnung nicht benötigt werden. Diese Informationen lassen sich für die Analyse und die Aufschlüsselung der Resultate verwenden.
  • Weitere Resultate: Resultattypen lassen sich je nach Bedarf des internen Risikomanagements als auch der internen Kontrolle individuell hinzufügen.

Technologie

Die geographischen aufsichtsrechtlichen Unterschiede einerseits und der potentielle Anpassungsbedarf an zukünftige regulatorische Änderungen in den einzelnen Ländern andererseits erfordern den Einsatz einer Technologie mit grösstmöglicher Flexibilität. Dabei ist eine individuelle Implementierung von Formeln und Regeln anzustreben, die sich auf jeder beliebigen Ebene (z.B. je Land, Portfolio oder Instrumentenklasse) anpassen lassen.

Neben einer leistungsstarken Recheneinheit benötigt eine moderne Basel II Lösung auch vielseitige Reporting-Funktionalitäten, deren Flexibilität durch eine State-of-the-Art OLAP-Technolgie unterstützt wird.

Neben aufsichtsrechtlichen Reporting Fähigkeiten bestehen Möglichkeiten Resultate für die weitere Analyse in unterschiedlicher Form bereitzustellen:

  • Via dynamischem Excel Interface: Mit dem Excel-Interface steht den Risikomanagern ein vertrautes Instrument zur Verfügung, welches gleichzeitig eine umfangreiche Palette von Analysemöglichkeiten bietet. Die direkte Anbindung an WhiteLight ermöglicht dynamische Reporting-Funktionalitäten, inklusive Drill-Down-Funktionlitäten sowie eine flexible Auswahl der zu analysierenden Dimensionen. Das dynamische Excel-Interface wird auch zur automatischen Befüllung des regulatorischen Reportings benötigt.
  • Web Interface: Ein Web Interface ermöglicht die gezielte Distribution von Information im gesamten Unternehmen, was insbesondere bei einer geografischen Verteilung der Mitarbeiter als zentrales Element zu werten ist und zusätzlich die Einbindung der Basel II Applikation in den eigenen Kreditrisikoprozess ermöglicht. Diese Integration von Basel II Resultaten und des damit verbundenen Risikobewusstseins ins Tagesgeschäft sind Kernanforderungen unter Säule 2.

Auditierbarkeit

Im Rahmen der neuen Eigenkapitalrichtlinien wird der dynamischen Nachvollziehbarkeit der Daten von regulatorischer Seite höchste Priorität eingeräumt, was auch aus Software-Perspektive zu beachten ist. Neben Modellen zur eigentlichen Kapitalberechnung besitzen nun auch Werkzeuge zur Auditierbarkeit Relevanz:

  • Intuitive Modellierungsumgebung: Die verwendeten Algorithmen sind jederzeit im Modell nachvollziehbar.
  • Drill-Down und Slice & Dice: Resultate lassen sich in allen Dimensionen bis auf Einzelpositionsebene herunterbrechen, was die Einflussgrössen jeder Kalkulation offen legt. In jedem Report wird auf Resultatebene direkt auf den vollständigen Audit Trail zugegriffen.

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